🍖 Ratgeber · 4 Min. Lesezeit · 29.09.2026

Wiener Art, Jäger, Rahm & Co. – Schnitzel-Varianten erklärt

Was unterscheidet ein Schnitzel Wiener Art vom Wiener Schnitzel? Warum gibt es in Thüringen zwei Jägerschnitzel? Alle Schnitzel unserer Karte erklärt.

Paniertes Schnitzel mit Zitrone
Symbolbild · Foto: tribp (Flickr), CC BY 2.0, zugeschnitten

Das Schnitzel ist eines der beliebtesten Gerichte in Deutschland – und hinter den Namen auf der Speisekarte stecken ganz unterschiedliche Soßen und Beläge. Alle unsere Schnitzel kommen mit Salat und Pommes; die meisten werden zusätzlich mit Käse überbacken.

Schnitzel „Wiener Art“ ist nicht dasselbe wie „Wiener Schnitzel“

Der Name „Wiener Schnitzel“ ist in Deutschland für ein paniertes Schnitzel aus Kalbfleisch reserviert. Wird ein Schnitzel genauso paniert und ausgebacken, aber aus anderem Fleisch – meistens Schweinefleisch –, heißt es korrekt „Schnitzel Wiener Art“. Serviert wird es klassisch mit einer Zitronenscheibe: Ein paar Tropfen Zitronensaft machen die Panade frischer.

70Schnitzel Wiener Art

10,00 €

mit Salat, Zitrone und Pommes

Das Jägerschnitzel – zwei Traditionen

In den meisten Regionen Deutschlands ist das Jägerschnitzel ein Schnitzel mit einer Soße aus Pilzen. In Ostdeutschland – also auch bei uns in Thüringen – kennen viele unter „Jägerschnitzel“ aber etwas ganz anderes: eine panierte und gebratene Scheibe Jagdwurst, oft mit Nudeln und Tomatensoße. Beide Varianten haben ihre Fans. Wie das Jägerschnitzel bei uns zubereitet wird, verraten wir dir gern an der Theke.

72Jägerschnitzel

11,00 €

mit Salat, Pommes und Käse überbacken

Rahm, Hollandaise und Bolognese

71Rahmschnitzel

11,00 €

mit Salat, Pommes und Käse überbacken

72aSchnitzel Sauce Hollandaise

11,50 €

mit Salat, Pommes und Käse überbacken

74Bolognese-Schnitzel

11,00 €

mit Salat, Sahne, Fleischsauce, Pommes und Käse überbacken

Hawaii-Schnitzel

Schinken, Ananas und Käse – diese Kombination wurde in Deutschland in den 1950er-Jahren mit dem „Toast Hawaii“ populär. Beim Hawaii-Schnitzel kommt der gleiche süß-herzhafte Belag auf das Schnitzel und wird mit Käse überbacken.

73Hawaii-Schnitzel

11,00 €

mit Salat, Ananas, Schinken, Pommes und Käse überbacken

Würzfleisch und Döner-Schnitzel

Würzfleisch ist ein Klassiker der ostdeutschen Küche: kleine Fleischstücke in einer hellen, würzigen Soße, überbacken mit Käse und traditionell mit Worcestersoße und Zitrone serviert. Wir kombinieren es mit dem Schnitzel. Und natürlich gibt es auch hier die Verbindung zum Dönerladen: das Döner-Schnitzel.

73aSchnitzel Würzfleisch

12,00 €

74aDöner Schnitzel

12,00 €

So entsteht die knusprige Panade

Ein paniertes Schnitzel bekommt seine Kruste durch die klassische Dreifach-Panade: Das dünn geklopfte Fleisch wird zuerst in Mehl gewendet, dann durch verquirltes Ei gezogen und zum Schluss in Semmelbröseln gewälzt. Beim Ausbacken in heißem Fett wird die Panade goldbraun und wirft im Idealfall kleine Wellen – man sagt dann, sie „souffliert“. Das Mehl sorgt dafür, dass das Ei am Fleisch haftet, das Ei dafür, dass die Brösel halten.

Schnitzel mit Käse überbacken

Die meisten unserer Schnitzel werden nach dem Braten mit Soße und Käse überbacken. Diese Zubereitung ist typisch für viele deutsche Imbisse und Gaststätten: Die Soße zieht in die Panade ein, der Käse legt sich darüber und wird im Ofen goldbraun. Das Ergebnis ist deftiger und saftiger als ein Schnitzel pur. Wer die knusprige Panade bevorzugt, greift zum Schnitzel Wiener Art mit Zitrone.

Ostdeutsche Klassiker auf der Speisekarte

Einige Gerichte auf unserer Karte haben eine besondere Geschichte in Ostdeutschland. Das Jägerschnitzel aus panierter Jagdwurst gehörte in der DDR zum Standard in Betriebskantinen und Schulküchen und ist bis heute in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt beliebt. Auch Würzfleisch war ein Klassiker: Es galt als ostdeutsche Version des Ragout fin und wurde gern als Vorspeise in kleinen Förmchen serviert. Bei uns kommen solche Klassiker mit dem Schnitzel zusammen.

Ein Blick in die Geschichte des Schnitzels

Das Wiener Schnitzel ist eng mit Österreich verbunden, doch panierte Fleischgerichte gab es schon früher in vielen Küchen Europas. Oft wird die „Cotoletta alla milanese“ aus Mailand als Verwandte genannt – ein paniertes Kalbskotelett, das in Butter ausgebacken wird. Welche Variante zuerst da war, ist unter Historikern umstritten. Sicher ist: Im 19. Jahrhundert wurde das panierte Schnitzel in Wien populär und von dort aus im gesamten deutschsprachigen Raum zu einem Klassiker der Gasthausküche.

In Deutschland hat sich daraus eine große Vielfalt entwickelt. Fast jede Region hat ihre Lieblingsvariante, und in Imbissen und Gaststätten kamen überbackene Schnitzel mit Soße und Käse hinzu – genau die Art, wie viele unserer Schnitzel zubereitet werden.

Welches Schnitzel für wen?

Schnitzel am nächsten Tag

Ein übrig gebliebenes Schnitzel schmeckt am besten, wenn du es im vorgeheizten Backofen bei etwa 180 Grad für einige Minuten aufwärmst. So wird die Panade wieder knusprig, und überbackener Käse schmilzt erneut. In der Mikrowelle wird die Panade dagegen schnell weich. Pommes lassen sich ebenfalls gut im Ofen oder in einer Heißluftfritteuse aufbacken. Reste solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von ein bis zwei Tagen essen.

Welche Beilage passt?

Zu allen unseren Schnitzeln gibt es Pommes und Salat. Der Salat sorgt für Frische und einen Gegenpol zur deftigen Soße, die Pommes nehmen die Soße gut auf. Wenn du noch hungriger bist, kannst du weitere Beilagen gegen Aufpreis dazubestellen – die Preise für Extras findest du auf unserer Speisekarte.

💡

Wenn du nicht weißt, welches Schnitzel du nehmen sollst: Wiener Art ist der Klassiker ohne Soße, Rahm und Hollandaise sind mild und cremig, Würzfleisch und Döner-Schnitzel sind die herzhaftesten.

Lust bekommen?

Alle Gerichte mit aktuellen Preisen findest du auf unserer Speisekarte. Wir sind Mo–Sa 10:00–22:00 Uhr, So 11:00–22:00 Uhr für dich da.

Zur Speisekarte 📞 036041 43187